Adly-Dokumentation für KartBuggy GK-125

Hier finden Sie Betriebsanleitungen, Wartungshinweise, Handbücher, Elektro-Stromlaufpläne, Tuningtipps für den Adly KartBuggy. Diese Sammlung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Hinweis
Die Benutzung bzw. Anwendung erfolgt auf eigenes Risiko. Die dokutec GmbH schließt Gewährleistungs- und Haftungsansprüche jeglicher Art aus. Die Tuningtipps sind nicht für die Anwendung im öffentlichen Straßenverkehr gedacht. Tuningmaßnahmen sind ausschließlich für Wettbewerbszwecke zulässig.

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Bedienungsanleitung Adly GK-125

Wichtige Hinweise zum Fahrbetrieb

Motorschäden können durch Überdrehen des Motors bei Bergabfahrt entstehen.

Die Maximalgeschwindigkeit der Fahrzeuge ist konstruktiv vom Hersteller auf 60 km/h festgelegt. Die Übersetzung von Motor zur Antriebsachse und die Abstimmung des Variatorantriebs wurden entsprechend der Nenndrehzahl des Motors abgestimmt. Der Motor läuft bei Maximalgeschwindigkeit von 60 km/h mit annähernd Höchstdrehzahl. Gehen Sie bei Bergabfahrt vom Gas und überschreiten Sie nicht die Maximalgeschwindigkeit von 60 km/h. Wird der Motor höher gedreht, kann es zum Flattern des Ventiltriebs kommen (Schubbetrieb), und die Ventile berühren den Kolben und verbiegen sich. Dadurch entsteht ein kapitaler Motorschaden. Wird der Motor überdreht, besteht keine Gewährleistung. Der Motor ist nicht elektromechanisch gegen Überdrehen abgesichert.

Motoröl und Getriebeöl prüfen

Einstellwerte, Anzugsdrehmomente und Tabellen

Standard-Anzugswerte Schrauben und Muttern
M5 x 0,8: 4 - 6 Nm
M6 x 1,0: 8 - 10 Nm
M8 x 1,25: 22 - 24 Nm
M10 x 1,5: 37 Nm
M12 x 1,75: 52 - 57 Nm
Weitere Anziehdrehmomente finden Sie hier.

Einstellungen Ventiltrieb
Einlass: 0,08 mm Ventilspiel (kalter Zustand)
Auslass: 0,10 mm Ventilspiel (kalter Zustand)

Elektroschaltplan (für Fahrzeuge ohne Rückwärtsgang)

Elektroschaltplan (für Fahrzeuge mit Rückwärtsgang)

Montageanleitung für Front- und Heckspoiler

Ersatzteilkatalog

Kap. 1 Lüfterabdeckung; Kap. 2 Zylinderkopfabdeckung; Kap. 3 Zylinderkopf
Kap. 4 Nockenwelle, Ventile; Kap. 5 Steuerkette, Zylinder; Kap. 6 Kurbelgehäuseabdeckung rechts; Kap. 7 Lichtmaschine; Kap. 8 Ölpumpe; Kap. 9 Startermotor
Kap. 10 Kurbelgehäuseabdeckung links, Kickstarter; Kap. 11 Variomatik, Kickstarterspindel; Kap. 12 Variomatik, Kupplung; Kap. 13 Getriebe
Kap. 14 Kurbelgehäuse; Kap. 15 Kurbelwelle, Kolben; Kap. 16 Luftfilter; Kap. 17 Auspuff, Vergaser
Kap. 18 Rahmen; Kap. 19 Rücklicht, Blinker, Gepäckträger; Kap. 20 Motoraufhängung, Dämpfer hinten; Kap. 21 Lenkung
Kap. 22 Dämpfer vorn; Kap. 23 Pedalerie; Kap. 24 Hinterachse, Kette; Kap. 25 Vorderbremse
Kap. 26 Tank; Kap. 27 Vorderreifen; Kap. 28 Hinterreifen; Kap. 29 Sitz, Frontlicht; Kap. 30 Hinterbremse; Kap. 31 Elektrik

Montageanleitung für Heckspoiler

Hinweis:
Die am Heckspoiler einlaminierten Befestigungsmuttern können leicht überdreht werden, da sich die Muttern im Polyester nur bedingt festsetzen lassen. Die Gewindestangen sind deshalb nur von Hand einzuschrauben. Die Hauptbefestigung wird über die Sechskantmutter erzielt, die unterhalb der Aluminium-Grundplatte aufgeschraubt wird.

1. Aluminium-Grundplatte auf Heckgepäckträger aufsetzen, ggf. vibrationsmindernde Gummistücke zwischen Aluminiumplatte und Rohre des Gepäckträgers einklemmen. Aluminium-Flachmaterial als Gegenhalter unten am Gepäckträger zur Anlage bringen und über Sechskantschrauben mit der Aluminium-Grundplatte verschrauben. Dabei darauf achten, dass die Aluminiumplatte einigermaßen symmetrisch ausgerichtet ist, damit auch der Heckspoiler symmetrisch ausgerichtet ist.

2. Die in den Heckspoilern von Hand eingeschraubten Gewindestangen erhalten Aluminium-Schutzrohre. Oben und unten auf den Schutzrohren ist eine große Unterlegscheibe auf die Gewindestange zu stecken, damit der Druck gleichmäßiger verteilt wird. Schutzrohre einigermaßen symmetrisch zu den Gewindestangen ausrichten und die abgeschrägten Schutzrohre für die näher an der Nummerntafel sitzenden Gewindestangen verwenden. Der Heckspoiler muss mit der oberen Anströmfläche in etwa parallel zur Grundplatte ausgerichtet sein. Wenn die Schutzrohre sauber ausgerichtet sind, kann man die Sechskantmuttern am Aluminiumblech zur Anlage bringen und sanft anziehen (mit Loctite o. ä. gegen Losdrehen sichern).

Montageanleitung für Frontspoiler

Zur Montage des Frontspoilers muss das schwarze Schutzgitter am Vorbau des Adly-Buggys oberhalb der Nummerntafel (2 Schrauben) gelöst und das Frontgitter mit Nummerntafel komplett abgeschraubt werden (die Nummerntafel wird am Spoiler befestigt). Der Frontspoiler wird zwischen Rahmen und oberem Schutzgitter eingeschoben und quasi mit dem Schutzgitter an den Rahmen festgeklemmt (evtl. neue, längere Schrauben verwenden). Zwischen den rechts und links nach unten laufenden Rahmenrohren des Chassis sollte ebenfalls ein Gummistück o. ä. zur Vibrationsminderung eingeklemmt werden.
Die mitgelieferten Haltebügel (L-förmig) werden mit den beigefügten Befestigungsschellen am unteren Rahmen-Querrohr befestigt (mit dem kurzen Schenkel). Dazu benötigt man 2 Sechskantschrauben mit Unterlegscheiben. Der Frontspoiler muss wie der Heckspoiler so ausgerichtet werden, dass er einigermaßen symmetrisch an der Front des Fahrzeugs angebracht werden kann und nicht vorn zu weit nach unten hängt (nach Augenmaß justieren). Die langen Schenkel der L- Bügel besitzen je eine Bohrung. Diese ist dann so auszurichten (evtl. durch Verbiegen des L-Bügels), dass bei ausgerichtetem Frontspoiler die L-Bügel auf der unteren Innenseite des Frontspoilers aufliegen (evtl. Gummistück zur Vibrationsminderung zwischen GFK und L-Bügel legen). L-Bügel über Sechskantschrauben und großen Unterlegscheiben mit Frontspoiler verschrauben, ggf. Loctite zur Sicherung verwenden.




Bestimmungsgemäße Verwendung bzw. Einsatz des Adly KartBuggy GK-125

Buggy, KartBuggy, QuadBuggy und GoKart mit Straßenzulassung sind Fahrzeuge einer neuen Fahrzeuggeneration. Es sind 4-rädrige Fahrzeuge zur Personenbeförderung mit der Schlüsselnummer 2604, auch leichtes vierrädriges Kraftfahrzeug genannt. Diese Kategorie dient zur Personenbeförderung und geht bis zu einem max. Leergewicht von 400 kg und max. 15 kW Antriebsleistung. Es sind Spaß- bzw. Fun-Fahrzeuge.
Es sind keine Fahrzeuge, die sich für Wettbewerbe oder den täglichen Einsatz im Gelände bzw. in Offroadparks eignen, da sie hierfür viel zu schwach gebaut sind. Ein Fun-Fahrzeug soll mit seinen Aussehen protzen, deshalb wurden große Räder angebaut und das Design dementsprechend protzig ausgelegt. Das Aussehen soll mehr darstellen, als im Fahrzeug tatsächlich steckt, denn diese Fahrzeuge haben meist unter 10 kW und dürfen in der Regel nur 60 km/h schnell fahren, damit sie auf der Autobahn nicht fahren und den Verkehr aufhalten und somit zum Risikofaktor werden. Die Fahrzeuge sind für den öffentlichen Straßenverkehr gebaut und werden deshalb mit COC-Dokument bzw. deutscher Zulassung ausgeliefert. Diese Fahrzeuge bereiten dem Fahrer ein tolles Fahrgefühl, da alles sehr direkt vonstatten geht und der Ursound eines Viertaktmotors ganz nahe beim Fahrer im Heck wahrgenommen wird. So werden 60 km/h viel schneller empfunden als in einem PKW, wo alles leichtgängig ist und man das Fahrgeräusch kaum wahrnimmt. Weil man den Fahrtwind im Gesicht spürt (keine Helmpflicht), wird insgesamt ein Eindruck von Freiheit vermittelt. Die direkte Lenkung, der Fahrtwind und die frei stehenden Räder vermitteln quasi den Ursprung des Automobiles. Wenn man auf schmalen Schotterwegen im ländlichen Raum fährt, wird dieses Urgefühl nochmals verstärkt. Die Spaziergänger bzw. Radfahrer drehen sich nach einem um, denn die meisten Menschen kennen diese neuen Fahrzeuge noch nicht. Stellt man sich auf einen Platz in einer Stadt, so kommen sehr schnell Leute und bestaunen das Fahrzeug. Es sollten jedoch keine falschen Schlüsse aus dem Aussehen dieser Fahrzeuge gezogen werden, denn auch diese Fahrzeuge bergen Gefahren und sind keineswegs unverwüstlich bzw. 100%ig sicher. Der TÜV und das Kraftfahrtbundesamt haben zwar diese Fahrzeugkategorie erlaubt und abgesegnet, aber je nach Konstruktion und Geschwindigkeit können auch unerwartet Unfälle, z.B. auf die Seite kippen, passieren. Die breiten Reifen haften gut, und wenn man mit 60 km/h in eine rechtwinklige Kurve fährt, kann auch ein solches Fahrzeug umkippen, denn es gibt hier eindeutige Grenzen. Dies gilt auf für Schrägfahrten an Hängen bzw. Steigungen und Abwärtsfahrt. Die physikalischen Bedingungen und die damit verbundenen Grenzen müssen immer im Auge behalten werden. Übermütiger Fahrstil in der Gruppe (bei Ausfahrten bzw. Touren) oder Zick-Zack-Fahrten im Stadtgebiet oder auf der Landstraße sind gefährlich und sollten unterlassen werden.
Der Einsatzzweck dieser Fahrzeuge ist die öffentliche Landstraße und nicht das Gelände bzw. der Offroadeinsatz (hierzu auch Gewährleistung beachten).

Wichtige Hinweise beim Fahren auf unbefestigten Wegen

Die Fahrzeuge sind aufgrund ihrer Konstruktion nicht für den Einsatz in staubigem Terrain geeignet. Bei Testfahrten wurde festgestellt, dass die serienmäßig eingebauten Luftfilter Staub und Sand durchlassen können. Die Folge ist, dass sich Staubpartikel zwischen Kolben und Zylinderwand absetzen und wie Schmirgelpapier auswirken. Es entsteht dadurch hoher Verschleiß und demzufolge ein Motorschaden.

Soll ein Fahrzeug in staubigem und sandigem Gelände eingesetzt werden, ist es unbedingt erforderlich, dass ein Hochleistungs-Luftfilter anstelle des Originalfilters an- bzw. eingebaut wird. Wir empfehlen hierzu Hochleistungs-Luftfilter von K & N.

 

Sicherheitshinweise

Benutzerhandbuch griffbereit aufbewahren, am besten im Fahrzeug. Alle Hinweise und Warnungen beachten. Angaben zu maximaler Zuladung und korrektem Reifendruck sind der jeweiligen Bedienungsanleitung zu entnehmen.
Falscher Reifendruck führt zu verändertem Fahrverhalten, was wiederum ein Sicherheitsriskiko darstellt. Reifendruck vor jeder Fahrt kontrollieren. Maximal- bzw. Minimalangaben beachten. Fahrzeug nicht überladen, siehe Fahrzeugschein.
Vor jeder Fahrt Radschrauben auf festen Sitz kontrollieren. Das gesamte Fahrzeug einer Sichtkontrolle unterziehen. Bremsen und Lenkung überprüfen.
Fahren Sie niemals:
- ohne ausreichende Einweisung oder entsprechende Übung bzw. Fahrpraxis;
- mit Geschwindigkeiten, die Ihren Fähigkeiten oder den Umständen nicht angepasst sind.

Sicher fahren

Die Betriebssicherheit des Fahrzeugs ist Voraussetzung für die Fahrsicherheit.
vor jeder Fahrt sind deshalb folgende Punkte zu prüfen:
- Funktion der Bremsen
- Reifendruck
- Funktion der Lenkung
- Motorölstand
- Kraftstoffvorrat
- Sauberkeit der Scheinwerfer
- Funktion der Bremsleuchte
- Funktion der Blinkanlage
- Sichtprüfung von Motor und Fahrwerk (ggf. Rissbildung und Leckagen)

Darüber hinaus ist auch das Einhalten der vorgeschriebenen Wartungsintervalle für die Betriebssicherheit entscheidend.

Die Fahrsicherheit wird im Wesentlichen von der eigenen Fahrweise bestimmt. Deshalb niemals nach Alkoholgenuss oder unter Einwirkung von Medikamenten bzw. Drogen fahren. Die Fahrgeschwindigkeit stets dem Fahrbahnzustand und dem Verkehrsaufkommen anpassen. Fahren Sie immer vorausschauend und fair gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern. Bei Fahrzeugen ohne Helmpflicht ist es besonders wichtig, eine Schutzbrille gegen Steinschlag und augewirbelten Staub zu tragen. Niedrige Fahrzeuge ohne Kotflügel wirbeln Staub und Steine auf und schränken dem Hintermann die Sicht ein.

Wir empfehlen: Geeigneten Schutzhelm mit Sichtscheibe oder einen leichten Halbhelm mit Motorradbrille und Fahrerhandschuhe für bessere Griffigkeit am Lenkrad tragen.

Fahrzeug darf nur bei absolutem Stillstand der Räder in den Rückwärtsgang geschaltet werden, sonst ist die Zerstörung des Rückwärtsganggetriebes möglich. Schalten Sie niemals bei Vorwärtsfahrt in den Rückwärtsgang.

Hinweis
Die abgebildeten Piktogramme unterliegen dem Urheberrecht und sind Eigentum der dokutec Technik GmbH. Wenn Sie diese Piktogramme verwenden wollen, stellen Sie schriftlich einen Antrag über eine Benutzungserlaubnis unter Angabe des Dokuments, in welchem die Piktogramme verwendet werden sollen.


Fahren Sie niemals mit Schwung auf unwegsamem Gelände oder auf zu steilen Wegen nach oben (max. Neigung 15 %).
GEFAHR DES ÜBERSCHLAGENS, LEBENSGEFAHR!

Fahren Sie niemals auf unwegsamem Gelände, zu nahe an die Kante heran oder auf zu steilen Wegen nach unten (max. Neigung 15 %).
LEBENSGEFAHR!

Fahren Sie niemals entlang abschüssigem Gelände, das mehr als 15 % Neigung hat. Das Fahrzeug kann umkippen.
LEBENSGEFAHR!

Unternehmen Sie nicht riskante Fahrmanöver (keine akrobatischen Einlagen), da die Fahrzeuge von der Achsaufhängung nicht für das Fahren auf zwei Rädern geeignet sind.
VORSICHT ACHSBRUCH, LEBENSGEFAHR!

Fahren Sie immer mit angemessenem Tempo und versuchen Sie nicht, rechtwinklige Kurven mit spektakulären Drifts zu durchfahren.
GEFAHR EINES ZUSAMMENSTOSSES MIT DEM GEGENVERKEHR, LEBENSGEFAHR!

Fahren Sie keine Slaloms bzw. im Zickzack zwischen den Mittellinien.
GEFAHR EINES ZUSAMMENSTOSSES MIT DEM GEGENVERKEHR,
GEFAHR DES SEITLICHEN UMKIPPENS, LEBENSGEFAHR!

Fahren Sie bei Ausfahrten und Touren niemals nebeneinander (wie bei Rennen), denn es besteht erhöhte Gefahr der Radberührung und damit verbunden, Kollision.
GEFAHR EINES MASSENZUSAMMENSTOSSES, LEBENSGEFAHR!
Fahren Sie niemals in schwerem Gelände, wo es zu Sprüngen kommen kann. Die Fahrzeuge sind für den Einsatz auf normalen Straßen konstruiert und können auseinanderbrechen.
GEFAHR EINES RAHMENBRUCHS, LEBENSGEFAHR!